DZA als gemeinnützige Gesellschaft gegründet

Das DZA ist als gemeinnützige Gesellschaft gegründet. Ende September erfolgte die Eintragung ins Handelsregister des Amtsgerichtes Dresden. Das haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMFTR) sowie das Sächsische Wissenschaftsministerium am 24. November 2025 verkündet. Damit hat das DZA alle Schritte abgeschlossen, um ab Januar 2026 eigenständig agieren zu können.
Wir haben als "Deutsches Zentrum für Astrophysik gGmbH“ folgenden Hauptzweck: Wir fördern die Wissenschaft und Forschung durch den Aufbau und Betrieb eines Forschungszentrums der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung im Bereich der Astrophysik und angrenzender Bereiche. Die Forschung gliedert sich in drei vernetzte Säulen: Astrophysik, Datenwissenschaften und Technologieentwicklung.
Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Dorothee Bär: "Das Deutsche Zentrum für Astrophysik in der sächsischen Lausitz wird internationale Strahlkraft in der Astrophysik entfalten und die Beteiligung Deutschlands in Großprojekten wie dem weltweit größten Radioteleskop SKAO koordinieren. Durch sein unverwechselbares Profil und die wissenschaftliche Exzellenz ist das Zentrum eine wertvolle Ergänzung für das deutsche Wissenschaftssystem und schon jetzt hochattraktiv für Forschende und Fachkräfte."

Mit der Gründung der DZA gGmbH beginnt eine neue Phase, sagt der wissenschaftliche Geschäftsführer, Günther Hasinger: "Nach der erfolgreichen Aufbauarbeit mit großer Unterstützung der Technischen Universität Dresden und vom DESY können wir die großen Herausforderungen der Multimessenger-Astrophysik nun als eigenständiges Zentrum entschlossen angehen – dazu gehört die Verarbeitung riesiger Datenströme neuer Teleskope. Als wissenschaftliches Großforschungszentrum wollen wir den deutschen Beitrag zu internationalen Projekten strategisch bündeln und in der Lausitz eine völlig neue Forschungs- und Technologieinfrastruktur gestalten. Dadurch schaffen wir einen Ort, an dem Technologien, Talente und Ideen zusammenkommen - mit Wirkung weit über die Region, Deutschland und Europa hinaus."

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow sagt aus Anlass der Gründung: "Das Zentrum wird zur exzellenten Forschungseinrichtung mit weltweiter Sichtbarkeit und gleichzeitig zum Innovations- und Wirtschaftstreiber in der Strukturwandelregion Lausitz entwickelt. Dabei werden wir das Team des DZA weiter nach Kräften begleiten und unterstützen."
Bund, Freistaat Sachsen und Sachsen-Anhalt haben mit dem "Center for the Transformation of Chemistry (CTC)" in Delitzsch ein weiteres Großforschungszentrum neu gegründet – ebenfalls als gGmbH. Mit der Eigenständigkeit ist auch „die Verantwortung für das Personal, dessen Unterbringung und die Forschungsarbeit verbunden", so Sebastian Gemkow.