ADASS-Konferenz 2025 sendet Impulse aus Lausitz

Zwei Personen stehen im Gespräch in einem gut besuchten Konferenzraum. Im Hintergrund sitzen und stehen weitere Teilnehmende.

Fünf Tage voller Vorträge, Workshops, Tutorials und viele Gespräche - das war die 35. Astronomical Data Analysis Software and Systems (ADASS) in Görlitz. Fast 250 Teilnehmende aus aller Welt kamen zusammen, um die Zukunft der datengetriebenen Astronomie zu gestalten. Die Lausitz ist damit durch das Deutsche Zentrum für Astrophysik (DZA) zum dritten Mal zum Treffpunkt internationaler Wissenschaft geworden. 

Organisiert vom DZA stand die Konferenz ganz im Zeichen der Frage, wie riesige Datenmengen moderner Teleskope effizient verarbeitet und genutzt werden können. 

Algorithmen, Software und Innovationen für die Astronomie von morgen

"Vor historischer Kulisse diskutieren wir in Görlitz heute Algorithmen und Software der Astrophysik von morgen. Viele der Entwicklungen davon werden auch am Deutschen Zentrum für Astrophysik eingesetzt und weiterentwickelt werden." - so Torsten Enßlin, Sprecher der Datenwissenschaften am DZA. 

„Ich konnte viele Forschende kennenlernen und neue Ansätze der Datenverarbeitung entdecken, von denen ich bisher nichts wusste. Das war sehr inspirierend“, ergänzte Hiyo Toriumi aus Japan von der Aerospace Exploration Agency (JAXA).

„Besonders hilfreich waren Sessions, in denen konkrete Softwarelösungen zum Testen von Tools zur Analyse astronomischer Daten vorgestellt wurden. Auf diese Weise kann eine Software entstehen, die auf komplexe astronomische Daten vorbereitet ist“, sagte Agnieszka Gurgul aus Polen von der Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń.
 

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Drei Personen stehen neben einem humanoiden Roboter in einem Ausstellungsraum und sprechen miteinander.

Faszinierende Einblicke bot die Präsentation eines Roboters der Firma FEV etamax GmbH. Mithilfe entsprechender Software kann er künftig in vielen Bereichen des Alltags unterstützen, von der Logistik bis zur Kundenbetreuung. 

Nach fast einer intensiven Woche zieht das DZA eine positive Bilanz: Die ADASS 2025 hat gezeigt, wie eng wissenschaftlicher Fortschritt und internationale Zusammenarbeit miteinander verbunden sind – und wie die Lausitz Schritt für Schritt zur Innovationsregion für Datenwissenschaft, Technologieentwicklung und Astrophysik wird. 

„Dieses Jahr wollten wir das Deutsche Zentrum für Astrophysik international sichtbar machen - das ist uns gelungen. Mehr als 1.000 Gäste bei drei astrophysikalischen Konferenzen zeigen, dass Görlitz und die Lausitz auf der Landkarte der Wissenschaft angekommen sind“, resümiert Astronom Stefan Wagner ein intensives Jahr. Er ist Sprecher des Bereichs Astrophysik am DZA und war maßgeblich für die inhaltliche Ausgestaltung der Konferenzen verantwortlich. 
 

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Große Gruppe von Konferenzteilnehmenden steht für ein Gruppenfoto im historischen Saal einer ehemaligen Synagoge.

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